Mein 3. Fotomarathon Dresden

Mein 3. Fotomarathon Dresden

So, heute ist es nun endlich so weit. Seit Wochen, nein was sage ich, seit Monaten freue ich mich schon darauf und heute geht es endlich los….der 3. Fotomarathon Dresden.

Nach dem Motto „10 Themen, 4 Stunden, 1 Stadt“ sollen innerhalb einer vorgegebenen Zeit (4 Stunden) 10 verschiedene Themen fotografisch umgesetzt werden. Die Voraussetzung und zugleich größte Herausforderung ist es, diese Themen in der vorgegebenen Reihenfolge und ohne Löschen von Bildern zu fotografieren. Diese sollten, wenn möglich, auch zu einem vorgegebenen Oberthema passen.
Meine Fotoausrüstung habe ich bereits am Tag zuvor gepackt. Verschiedene Objektive sowie Accessoires sollten mir bei der Umsetzung der Themen helfen. Die Einstellungen der Kamera wurden überprüft, so dass es gut vorbereitet nun endlich losgehen konnte. Leider wollte das Wetter nicht so ganz mitspielen, aber mit einer wetterfesten Jacke und Schuhen sowie einem Regenschirm konnte das der Vorfreude keinen Abbruch tun.

Treffpunkt war das Hygiene-Museum in der Nähe des Großen Gartens. Der Startschuss sollte um 14:00 Uhr fallen, so dass ich mich bereits eine Stunde zuvor dort einfinden wollte, um noch genügend Zeit für die Anmeldung zu haben. Überraschenderweise war ich nicht die Einzige mit der Idee, denn als ich dort ankam, warteten schon so einige Fotobegeisterte auf den Start.

Nach einem letzten Gruppenbild und einer kurzen Einweisung wurden die Themenzettel der ersten 5 Themen vergeben...die Themen der weiteren 5 Themen sollten nach der Halbzeit ausgeteilt werden.
Gespannt nahm ich den Themenzettel entgegen und war dann doch sehr positiv überrascht. Zum Oberthema „Stadtrauschen“ sollten folgende 5 Themen fotografisch umgesetzt werden:

Teil 1

Teil 1

1. Eine Nummer unter vielen
2. Straßengeflüster
3. Die Ruhe vor dem Sturm
4. Die Augen einer Stadt
5. Ordnung im Chaos

 

 

Neu in diesem Jahr war es, die Startnummer (ich hatte die Startnummer 5) ins erste Thema zu integrieren. „Das sollte kein Problem sein“, dachte ich mir, da meiner Meinung nach das erste Thema „Eine Nummer unter vielen“ sehr passend dafür war. Hierbei sollten mir auch ein paar Accessoires helfen, die ich mir ja extra eingesteckt hatte. Also ging ich in den Großen Garten und suchte mir ein geeignetes Plätzchen. Als Untergrund sollte mir ein Blumenbeet dienen, in welches ich ein paar meiner Spielewürfel beliebig arrangieren konnte. Folgendes Foto ist dabei entstanden:

Eine Nummer unter vielen

Beim zweiten Thema „Straßengeflüster“ wollte mir zunächst nicht so richtig etwas einfallen. Aufgrund des schlechten Wetters waren leider auch keine Fahrradfahrer oder Inlineskater unterwegs, die mir bei der Umsetzung des Themas hätte helfen können. Also ging ich ziemlich ziellos im Großen Garten umher und überlegte, wie ich das Thema auch anders umsetzen könnte. Und da sah ich die Bahngleisen der Parkeisenbahn. Diese sollten dann also für dieses Thema eine zentrale Rolle spielen. Ich suchte mir einen Standpunkt, bei dem man sowohl einen Blick auf die Bahngleise als auch auf die verschiedenen Wege hat. Diese sollten sich kreuzen und trotz der geraden Linien für ein kleines Durcheinander führen. Trotz der verschiedenen Verkehrsführungen strahlt dieses Bild Ruhe („Geflüster“) aus.

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Für das dritte Thema „Die Ruhe vor dem Sturm“ ging ich in Richtung Fußball-Stadion, mit der Hoffnung ein paar Fans anzutreffen. Auf dem Weg dahin fiel mir aber ein Biergarten auf, der aufgrund des regnerischen Wetters menschenleer war. Die zugeklappten Sonnenschirme trugen zudem zu einer sehr trostlosen Stimmung bei. „Perfekt!“, dachte ich mir. „Jetzt nur noch einen geeigneten Blickwinkel finden, bei dem die leeren Bierbänke gut zur Geltung kommen“. Das Bild strahlt Ruhe aus, aber zugleich hat man auch das Bild eines gefüllten Biergartens im Kopf, in dem das Leben nur so sprießt.

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Beim vierten Thema „Die Augen einer Stadt“ sollten mir meine Accessoires weiterhelfen: eine Dresdner Zeitung sowie eine Brille. Beides wurde so arrangiert und der Blickwinkel so gewählt, dass man durch die Brille den Titel der Zeitung erkennen kann.

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Zufrieden ging ich dann endlich in Richtung Fußball-Stadion weiter, um das vorerst letzte Thema vor der Halbzeitpause zu fotografieren: „Ordnung im Chaos“. Dafür wollte ich die Sitzplätze im Stadion fotografieren, doch leider ließ das verschlossene Tor keinen Einblick in das Stadion zu. „Mist!“ Aber dann sah ich die Schleusen am Eingang, die für „Ordnung“ beim Einlass der Fanmassen sorgen und die, wie ich finde, sehr gut zum Thema passten.

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Nachdem der erste Teil nun erledigt war, machte ich mich schließlich auf den Weg zum Zwischenstopp „Erdgeschoss-Kaffeekultur“ im Zentrum der Stadt. Dort hatte das Organisatoren-Team ein paar Snacks und Getränke organisiert, mit denen man sich stärken konnte. Zwischenzeitlich bekam man auch schon den nächsten Themenzettel mit den letzten 5 Themen überreicht. Ich nutzte die Zeit, um mich mit ein paar Freunden über das Bisherige auszutauschen und mir einen Schlachtplan für den zweiten Teil zu überlegen. Gestärkt und aufgewärmt konnte es dann also wieder weitergehen und zwar mit folgenden 5 Themen:

Teil 2

Teil 2

6. Künstlerische Freiheiten
7. Mobil macht glücklich
8. Vergessene Schönheiten
9. Hau weg den Scheiß
10. Lichter einer Stadt

 

 

Das sechste Thema „Künstlerische Freiheiten“ ließ, meiner Meinung nach, so ziemlich alles zu. Dennoch wollte mir nichts Passendes einfallen. Also ging ich einfach in einen Dekorationsladen und arrangierte mir mein Motiv.

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Beim siebten Thema „Mobil macht glücklich“ hatte ich sofort eine Idee. Nur leider fand ich nicht das passende Model dafür. Ich überlegte, wie ich das Thema auch anderweitig umsetzen könnte und da sah ich zwei bunte Fahrräder in der Fußgängerzone stehen. Ein grünes mit einem Kuhkopf-Sattel und ein rotes mit einer lustigen Lenkrad-Deko. Diese sollten also Hauptmotiv dieses Themas sein.

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Für das achte Thema „Vergessene Schönheiten“ schwebte mir auch sofort ein Gedanke entgegen. Also machte ich mich auf den Weg, um das Thema mit folgendem Motiv darzustellen. Man erkennt vielleicht erst auf dem zweiten Blick eine Fensterfront eines Altersheims.

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Gleich neben dem Altersheim befand sich ein großes Gebäude, eingehüllt vom Baugerüst. Das Tor zum Hinterhof stand glücklicherweise offen, so dass ich kurze Zeit später in mitten von Bauschutt und Müll stand…eine passende Umgebung, um das neunte Thema „Hau weg den Scheiß“ darzustellen.

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Für das letzte Thema „Lichter einer Stadt“ fielen mir zwei Baukräne ins Auge, von denen bei einem zwei große Lichter angebracht waren. Also fotografierte ich diese, doch leider kann man auf dem entstandenen Bild diese Lichter nicht erkennen, aber evtl. lassen sich auch die beiden Kräne als „Lichter“ interpretieren, die für den Bau neuer Gebäude sorgen 😉

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Geschafft und zufrieden machte ich mich auf den Weg zum Ziel, um meine Ergebnisse dem Team zu übergeben. Wie auch in den letzten beiden Jahren, war es wieder mal eine total gelungene Veranstaltung. Es hat unwahrscheinlichen Spaß gemacht. Und ein T-Shirt habe ich jetzt auch 🙂

Vielen Dank an das Team für die tolle Organisation. Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei!

PS: Mehr Infos zum 3. Fotomarathon Dresden gibts hier.