Road 2 Heaven

IR(res) Island – Teil 1/3

IR(res) Island - Teil 1/3: Grundlagen der Infrarot-Fotografie

Heute starte ich mit meinem ersten von insgesamt drei Blog-Beiträgen über meinen Island-Urlaub. Da online bereits sehr viele gute Island-Reiseberichte mit tollen Fotos zu finden sind, schreibe ich in meinen drei Blogs schwerpunktmäßig über Infrarot-Fotografie auf der Insel. Somit sind die Beiträge, Reisebericht und vor allem Tutorial zugleich. 😯 Mit diesen Beiträgen bedanke ich mich bei all denen, die mir mit ihren Tipps bessere IR-Aufnahmen ermöglicht haben sowie all jenen, die Interesse haben, die Welt in einem anderen Licht (jenseits von 700 nm Wellenlänge) zu sehen.

Im Teil 1 zeige ich erste fotografische Eindrücke meiner Island-Reise und erläutere gleichzeitig anhand der Fotos einige Grundlagen dieser (zumindest für mich) außergewöhnlichen Art der Fotografie im Infrarot-Spektrum des Lichts. Alle verwendeten Fotos wurden entweder mit meiner auf 700 nm definierten Spiegelreflex-Kamera mit APS-C-Sensor oder meiner Vollformatkamera mit aufgeschraubten IR-Filter aufgenommen. Natürlich haben beide Wege zur Aufnahme von IR-Fotos ihre Berechtigung. Aber dazu später mehr ...

Die Reise im Überblick 

Jump street

Jump street - Endlich da!                                         (f5,6 | 1/400s | ISO 400)

Im Juni diesen Jahres war ich erstmals mit drei Dresdner Fotografen unterwegs auf Island. Knapp zwölf Monate lagen zwischen der Reiseidee und dem Abflug. Dank unserem Hauptorganisator Frank von Kleine-Welt-der-Fotografie benötigten wir lediglich ein Budget von ca. 800 € für die komplette 7-tägige Reise (!). Ein kleines Budget für unbezahlbare Fotos! Es war ein unvergesslicher Urlaub in einem Land, in dem wir knapp 2.800 km in 7 Tagen zurücklegten, alles andere als einen geregelten Tagesablauf hatten und zu viert auf knapp 15 m² (Unterkunft) bzw. 4m² (Fahrzeug) lebten. Egal, denn unter dem Motto "Immer dem Licht nach", wurden sowohl Tage als auch Nächte durchfotografiert. Pläne wurden mehrmals über den Haufen geworfen, um sie permanent dem Wetter anzupassen. Am Ende der Reise blieb bei uns allen der Wunsch nach noch viiiiiel mehr Island ... aber eins nach dem anderen.

Vom Flughafen in Kevlavik im Süd-Osten Islands fuhren wir in den Süden nach Vik mit seinen berühmten Vogelfelsen und von da aus weiter bis zur Gletscherlagune Jökulsarlon im Süd-Westen. Anschließend gings wieder zurück über den Golden Circle mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten bis zum Kirkjufell im Osten des Landes und schließlich über Reykjavik und der blauen Lagune wieder zurück zum Flughafen Keflavik. Begleitet haben mich (neben drei coolen Jungs) meine Infrarot-modifizierte Kamera Nikon D70 sowie meine nicht-modifizierte Nikon D610 plus Slim IR-Filter 720 nm, welche mir spektakuläre Fotos ermöglichen sollten.

In einem Land in dem die Wolken-Fetischisten unter uns voll auf ihre Kosten kommen, wechselt das Wetter so eindrucksvoll wie die Landschaft selbst. Wir erlebten Island mal mehr und mal weniger bewölkt, jedoch nie wolkenfrei. Regen und Sonne gaben sich häufig die Hand, was für Fotografen einem Paradies gleicht. Es gibt wohl kaum einen besseren Ort, um seine Kamera (sowie seine persönlichen Fähigkeiten im Umgang mit der Kamera) "näher" kennenzulernen, als Island. Aufgrund der Lage Islands knapp südlich des nördlichen Polarkreises, geht die Sonne im Juni quasi nicht (bzw. nur für kurze Zeit) unter. Die Dämmerung erstreckte sich dadurch über mehrere Stunden, so dass ich mich in dieser Zeit in Ruhe und völlig stressfrei meiner IR-Fotografie widmen konnte.

Besonderheiten der Infrarot-Fotografie

lonely mountain

lonely mountain - Aufnahme während des Fluges (f7,1 | 1/400 s | ISO 500)

Schon im Anflug auf Island schalteten wir alle in den Fotografen-Modus und begannen unsere Speicherkarten zu füllen. Klar, das war ja auch der Hauptgrund unserer Reise. Bereits aus dem Flugzeug heraus konnte ich mit meiner konvertierten IR-Kamera überraschenderweise hervorragende Fotos schießen. Das Foto "lonely mountain" wurde kurz vor unserem Landeanflug auf Island aufgenommen. Offenbar beeinflusst die Plexiglasscheibe des Flugzeugs die IR-Strahlung nur wenig, was für mich etwas überraschend war.  Ich konnte jedenfalls perfekt fotografieren, ohne irgendwelche Reflexionen auf den Fotos zu erkennen.

Auch das Fotografieren durch die Frontscheibe unseres Mietwagens war kein Problem. Im Gegenteil, das langwelligere IR-Licht durchdringt Glas wesentlich besser als kurzwelligeres und für uns sichtbares Licht, wodurch Oberflächenprobleme merklich reduziert werden. Daher konnte ich auch hier keinerlei Reflexionen feststellen.

The king

The king - Aufnahme während der Autofahrt         (f7,1 | 1/160 s | ISO 320)

Das war echt bequem, da ich schnell lernte für gute IR-Fotos nicht einmal aussteigen zu müssen und während der Fahrt direkt aus dem Fenster oder durch die Autoverglasung fotografieren konnte. 😉 Natürlich funktionierte das nur mit meiner IR-konvertierten Kamera Nikon D70s. Ihre kurzen Verschlusszeiten ermöglichten mir Aufnahmen wie "The king". Diese wurden bei voller Fahrt geknippst (...und glaubt mir, unser Fahrer Torsten war keinesfalls langsam unterwegs). Anhand der leichten Bewegungsunschärfe im Vordergrund des Bildes kann gut erkannt werden, dass dieses Foto während der Fahrt aufgenommen wurde. Mit meiner Nikon D610 plus IR-Objektivfilter wäre das aufgrund längerer Verschlusszeiten unmöglich gewesen.

Alle Fotos, die in diesem Beitrag (Teil 1 der Beitragsserie) gezeigt werden, wurden mit der Nikon D70s aufgenommen. Diese wurde durch die Firma Optic Makario auf eine reine Infrarot-Kamera umgebaut. Beim Umbau wurde der Tiefpassfilter vor dem Sensor durch einen IR-Filter ersetzt, welcher Wellenlängen im nahen Infrarotbereich ab 700 nm durchlässt. Dadurch erreiche ich in der IR-Fotografie unter vergleichbaren Lichtbedingungen ebenso kurze Verschlusszeiten, wie beim Fotografieren mit einer normalen (nicht konvertierten) Kamera, wie meiner Nikon D610. Das liegt vor allem daran, dass der werksseitig vor dem Kamerasensor verbaute Tiefpassfilter auf langwelligeres Licht im IR-Spektrum ähnlich reagiert, wie ein Graufilter auf kurzwelligeres Licht ... Beide reduzieren die auf den Sensor einfallende Lichtmenge, wodurch größere Verschlusszeiten erforderlich werden. Ergo entfallen auch die langen Verschlusszeiten im IR-Bereich sobald der Tiefpassfilter entfernt wird, da dadurch die IR-Strahlen ungehindert auf den Sensor gelangen können. Mit diesem Zaubertrick wurde aus meiner Nikon D70s eine Nikon D70s(IR). 🙂

road feelings

road feelings                                                         (f9,0 | 1/80 s | ISO 200)

Ein weiterer Vorteil meiner auf 700nm Wellenlänge definierten IR-Kamera ist die Tatsache, dass der Sucher weiterhin perfekt funktioniert. Grund dafür ist, dass der IR-Filter (auch Longpassfilter oder Schwarzfilter genannt) hinter dem Spiegel und vor dem Sensor (analog dem zuvor entfernten Tiefpassfilter) eingebaut wird. Somit kann das Licht (der für uns sichtbare Teil der elektromagnetischen Strahlung) nach wie vor ungebremst durch die Linsen des Objektivs geführt werden, bevor sie über den Schwingspiegel zum Sucher der Kamera gelangen. Dieses ist Voraussetzung dafür, dass wir das Sucherbild uneingeschränkt sehen können. Soweit besteht also kein Unterschied zu einer nicht-konvertierten Kamera. Erst beim Auslösen der Kamera und dem Hochklappen des Schwingspiegels gelangen die Lichtstrahlen und IR-Strahlen direkt auf den IR-Filter, wobei dieser nur die längeren IR-Wellenlängen auf den Kamerasensor auftreffen lässt.

Übrigens konnte ich nur aufgrund des schnellen Fokussierens und einer kurzen Belichtungszeit das Foto "road feelings" in nur wenigen Sekunden aufnehmen bevor ein riesiger Lastwagen in meinem Rücken auftauchte und mich von der Straße drängte. Das gleiche IR-Foto mit meiner D610 plus IR-Schraubfilter aufzunehmen, hätte mich wesentlich mehr Zeit für die Vorbereitung und Durchführung gekostet. Dafür war die Straße aber viel zu befahren und die vorbeiziehenden Wolken wären aufgrund der längeren Belichtungszeiten verwischt gewesen. Mit meiner D610 plus IR-Filter, kann ich nämlich nur solange den Sucher nutzen und fokussieren, solange der IR-Filter nicht vor das Objektiv geschraubt wurde. Das Aufschrauben des Filters kann somit erst nach Fokussierung erfolgen. Erst dann kann das Foto aufgenommen werden. Natürlich erfordert letzteres ein Stativ und wesentlich mehr Zeit als die Erstellung von Fotos mit meiner modifizierten D70s. Je nach Blendeneinstellung kann es bei einer nicht-konvertierten Kamera immer noch vorkommen, dass der Fokus der aufgenommenen IR-Bilder nicht korrekt sitzt. Klar, der Autofokus wurde ja auch nicht auf IR-Wellenlänge justiert. 😆 Der Kameraumbau hat somit noch einen weiteren Vorteil. Der Autofokus wird entsprechend der längeren Wellenlänge von IR-Strahlen neu justiert sodass er für IR-Aufnahmen 100% sitzt.

comparison IR light - visible light

comparison IR light - visible light

IR-Strahlen durchdringen im Übrigen den Dunst viel besser als die kürzeren Wellenlängen des sichtbaren Lichtspektrums. Somit werden die langwelligere IR-Strahlen weniger von kleinen Teilchen in der Atmosphäre gebrochen, als kurzwelligere Strahlungen. Das war bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts bekannt und u.a. ein Grund für die militärische Nutzung der IR-Fotografie. Schließlich konnten dadurch wesentlich klarerer Fotos erzeugt und getarnte Objekte vom "echten Grün" der Wiesen und Wälder unterschieden werden. Wie alles im Leben hat jedoch auch die IR-Fotografie ihre Grenzen! Durch Nebel oder dicke Wolken kommt auch die IR-Strahlung nicht durch.

Das rechts gezeigte Vergleichsfoto zeigt den zuvor beschriebenen Effekt, der Durchdringung von Dunst, sehr gut. Diese Aufnahmen entstanden auf unserem Weg nach Jökulsarlon und wurden direkt vom Straßenrand fotografiert. (Da wir gefühlt immer nur 100 m gefahren sind, bevor wir für das nächste Foto anhielten, habe ich hunderte dieser schönen Berge aufgenommen ... Was für ein Spaß!) Wenn ihr beim Betrachten der Fotos den Blick auf die rechte Seite wandern lasst, könnt ihr auf der IR-Aufnahme unterhalb der Wolkendecke immer noch sehr viele Details wahrnehmen. Auf der Bunt-Aufnahme ist der Dunst hingegen sehr deutlich zu erkennen, wodurch die Aufnahme weniger Details enthält.

Grundlegende Vorbereitungen für gute IR-Fotos

cabin symphony

cabin symphony - unsere Unterkunft in Hella         (f8,0 | 1/100s | ISO 200)

Als wir unsere erste Unterkunft in Hella erreichten, fanden wir ein sehr schönes Bungalow-Dorf vor. Die rechte Hütte im Bild "cabin symphony" sollte für vier Nächte unser Schlafplatz sein. Die Anordnung der Hütten, das Vorhandensein einer grünen Wiese mit Bäumen und ein bewölkter Himmel sowie die durchbrechende Sonne bildeten hervorragende Voraussetzungen für das Entstehen dieses Fotos.

Bevor ich dieses Fotos mit meiner D70s aufgenommen habe, prüfte ich allerdings nochmals die Einstellung des korrekten Weißabgleichs. Zwar kann dieser auch noch nachträglich am Computer korrigiert werden, aber auf diese Weise hatte ich bereits vor Ort ein weniger rot-stichiges Vorschaubild in der Kamera, wodurch es mir leichter fiel die Bilder sofort zu bewerten.

Der Weißabgleich bei einer Infrarotkamera oder Kamera mit aufgesetztem IR-Filter sollte bei Sonnenschein erfolgen. Die Kamera wird hierzu auf grünes Gras (oder alternativ auf blauen Himmel) ausgerichtet. Mit dieser Methode stellte ich auf jeden Fall den korrekten Weißabgleich für die vorhandene Lichtsituation sicher. Ein zweite alternative Methode, wenngleich etwas ungenauer, ist die einmalige Erstellung eines Referenzbildes. Dabei wird das Foto (z. B. von einer Wiese) in den Kameraeinstellungen unter dem Menüpunkt "Weißabgleich" als "Referenzbild verwenden" vorgegeben. Natürlich ist das etwas ungenauer, da die vorhandene Lichtsituation niemals gleich der Lichtsituation während der Aufnahme des Referenzbildes ist. Aber wie bereits erwähnt... sofern man auf eine etwas bessere Display-Darstellung verzichten kann, reicht es auch aus den Weißabgleich später mit Lightroom zu korrigieren.

Bei meiner definierten D70s habe ich bemerkt, dass alle Fotos grundsätzlich etwas unterbelichtet aufgenommen wurden. Die Belichtungsautomatik funktioniert natürlich nicht mehr richtig, da sie werksseitig auf das für uns sichtbare Lichtwellenspektrum eingestellt wurde. Daher habe ich grundsätzlich eine Belichtungskorrektur von ca. +1 EV eingestellt und lag damit häufig richtig. Im Teil 2 meiner Beitragsserie gehe ich darauf detaillierter ein.

puddle

puddle - Gegenlichtaufnahme                                   (f5,6 | 1/20s | ISO 200)

Nun fehlt eigentlich nur noch eines ... Sonne! Insbesondere der Stand der Sonne am Himmel ist für gute IR-Fotos ebenso wichtig wie für "normale" Fotos. Besonders praktisch ist, dass IR-Aufnahmen auch problemlos in der Mittagssonne aufgenommen werden, welches ja normalerweise von Fotografen aufgrund der harten Schatten vermieden wird. Bei Infrarot-Fotos führt die hochstehende Sonne dazu, dass wesentlich mehr Tiefe im Bild erreicht wird. Ich habe oft gelesen, dass ein 90°-Winkel zwischen Sonne und Aufnahmerichtung für IR-Fotos favorisiert wird. Tatsächlich haben aber auch Gegenlicht- oder Rückenlichtaufnahmen ihren Reiz. Das Foto "puddle" ist ein Beispiel für eine solche Gegenlichtaufnahme. Es entstand ebenfalls zu Beginn unserer Reise in der Nähe von Vik auf der Suche nach den Vogelfelsen.

Allerdings können bei Gegenlichtaufnahmen verstärkt Hotspots in der Mitte des Bildes auftreten. Hierzu sollte man wissen, dass der Kamerasensor in der Mitte etwas empfindlicher auf IR-Strahlung reagiert. Ebenso können die verwendeten Objektive Hotspots begünstigen, weil jedes Objektiv das Licht unterschiedlich bricht. Dem kann jedoch gut entgegengewirkt werden, indem die Blende weiter geöffnet oder nicht direkt gegen die Sonne fotografiert wird.

So, jetzt beginnt der etwas aufwendigere Teil, welchen ich erst wieder zuhause in Deutschland umsetzen konnte...

Der korrekte Post-Processing-Workflow für IR-Fotos

lupines and hills

lupines and hills

Den letzten Abschnitt meines kleinen IR-Tutorials möchte ich mit einem meiner Lieblingsbilder der ersten Tage auf Island beginnen. Während unserer Zeit im Juni blühten überall (und damit meine ich wirklich überall!) Lupinen. Auch wenn die farbige Pracht mit IR-Fotos nicht eingefangen werden kann, finde ich, dass das Foto "lupines and hills" dieses Blumenmeer dennoch sehr gut zeigt.

Bevor ich im Blog-Beitrag Teil 2 weitere IR-Fotos von Island zeige, möchte ich euch keinesfalls ein paar offenkundige "Nachteile" der IR-Fotografie verschweigen. ...ihr MÜSST alle IR-Fotos aufwendig nacharbeiten!!! 😥 Für Leute mit wenig Zeit und noch weniger Geduld ist diese Art der Fotografie daher eher ungeeignet. Vermutlich ist das ein Grund dafür, dass sie zumindest bei Hobby-Fotografen nicht sehr verbreitet ist? Für Fotografen wie mich, welche die Erweiterung der künstlerischen Möglichkeiten durch Software-Bearbeitung schätzen, ist dies keineswegs ein Nachteil sondern vielmehr ein wichtiger Bestandteil des Hobbies. Also entscheidet selbst...

Bevor mit der Nachbearbeitung in einem Bildbearbeitungsprogramm (bei mir Photoshop CS6) begonnen wird, sollte in jedem Fall mit dem "DNG Profile Editor" von Adobe ein neues Profil für IR-Aufnahmen einmalig angelegt werden. Dieses Profil soll den Weissabgleichspunkt weiter nach unten verschieben (< 2.000 K). Dieses ist leider notwendig, da der korrekte Weißabgleich bei IR-Aufnahmen schnell unter 2.000 K liegt und ihr euch mit einem solchen Profil diesbezüglich mehr Spielräume schafft. Ein sehr gutes Tutorial hierzu findet ihr hier.

Jetzt steht einer Endbearbeitung in Photoshop nichts mehr entgegen. In Photoshop muss in jedem Fall der Rot-Kanal mit dem Blau-Kanal getauscht werden, damit der Himmel seine blaue Farbe erhält. Anschließend können die Fotos auf dieser Basis weiterbearbeitet und ggf. in s/w konvertiert werden.

IR workflow

IR workflow

Hier die einzelnen Schritte im Überblick:
1. Foto in Lightroom das mit "DNG Profile Editor" erstellte Profil zuweisen

2. Rot- und Blaukanal in Photoshop mit Kanalmixer tauschen

3.1 Bildbearbeitung: Farben, Kontraste, Schärfe, etc. anpassen

3.2 Bildbearbeitung alternativ: Schwarz-Weiß-Konvertierung des Bildes

4. Staunen über das Ergebnis

Das soll der Teil 1 meines Island-Urlaubs gewesen sein. Ich verspreche, dass die kommenden zwei Teile weniger technisch ausfallen werden. Aber ganz ohne technische Erläuterungen geht es schließlich nicht, wenn ich einen, etwas anderen Reisebericht, schreiben möchte. 🙂

Zum Schluss noch eine kleiner Einblick in Islands wunderschöne Landschaft und ebenso schönen Straßen, auf denen ein gutes Vorankommen jederzeit gewährleistet ist (mal abgesehen von den Bergstraßen, welche im Juni noch nicht alle befahrbar sind).

Road 2 Nowhere

Road 2 Nowhere

In den nächsten Wochen folgt Teil 2 der Beitragsserie "IR(res) Island". Der Schwerpunkt wird dann auf der IR-Fotografie unter schwierigen Lichtbedingungen liegen. Ihr dürft gespannt sein...

Euer Sandro
photo-bloom-Team